15 | 11 | 2019
     
 

Verlange wenig, wiederhole oft, lobe viel! (Etienne Beudant)


Das ist unser Prinzip der Ausbildung von Reiter und Pferd.

 

 

 

 

   
 
     
     
     
     
  Verständis:  
  Es muss sicher gestellt sein, dass sowohl das Pferd als auch der Reiter in seiner Ausbildung verstanden haben, was verlangt wird. Eine Vertrauensbasis muss aufgebaut werden und Bestand haben. Erst wenn im Kopf angekommen und verarbeitet ist, worum es geht, kann an der Umsetzung gefeilt werden. Eine mentale Überforderung darf niemals statt finden.  
     
  Kraft / Gelenkigkeit:  
  Weder Reiter noch Pferd dürfen körperlich überfordert werden. Es muss gleichmäßig am Aufbau der Kraft und an der Beweglichkeit gearbeitet werden. So baut sich allmählich die physische Leistungsfähigkeit auf, die Voraussetzung für schwierigere Lektionen ist. Auch die Kondition muss immer Berücksichtigung finden.  
     
  Konsequenz / Ziel:  
  Sind die o.g. Punkte sicher gestellt, kann und muss eine gewisse Leistung verlangt werden. Ohne diese kommen weder Pferd noch Reiter in der Ausbildung weiter. Hierfür ist unbedingt Konsequenz notwendig.  
     
  Spaß:  
  Nur wenn Reiter und Pferd gleichermaßen Spaß an ihrer Ausbildung und auch mit- und aneinander haben, wird es einen Weg in die Zukunft geben. Nur wenn die Zufriedenheit auf beiden Seiten sichergestellt ist, sind schwierige Lektionen möglich. Und dann haben auch die Ausbilder Spaß.  
     
  Zeitspanne:  
  Da es sowohl bei Reitern als auch bei Pferden unterschiedliche Talente gibt, kann es keine vorgeschriebene Zeit geben, in der die Ausbildung stattfinden soll. Alle Lektionen bauen aufeinander auf und wenn man sich am Anfang viel Zeit lässt und sicher stallt, dass die Lektion perfekt ausgeführt wird, bekommt man später diese Zeit wieder geschenkt.  
     
  Hilfsmittel:  
 

In unserer Sattelkammer findet man keine Ausbinder, Schlaufzügel oder ähnliche Hilfszügel. Wir reiten mit normalen Wassertrensen oder später mit Kandaren mit Unterlegtrensen (portugiesische Zäumung, vier Zügel). Zur Unterstützung der Schenkelhilfen kann eine Gerte eingesetzt werden. Sporen werden nicht oder nur in seltenen Fällen eingesetzt.
Allerdings arbeiten wir auch nicht mit "carot sticks", Knotenhalftern, Dualgassen oder ähnlichen Hilfsmitteln, die in der jüngeren Vergangenheit auf dem Markt aufgetaucht sind.

 

     
  Pferdehaltung:  
  Stuten und Wallache leben von Frühjahr bis Herbst ganztägig auf großen Weiden. Im Winter im Offenstall. Die Hengste bekommen täglich Koppelgang. Sie werden sechs Tage in der Woche gearbeitet, jedoch nicht nur in der Reithalle, sondern auch im Gelände und haben einen Tag frei.